Fünfte Sammlung der Novellen (e-bog) af Heyse, Paul
Heyse, Paul

Fünfte Sammlung der Novellen e-bog

25,00 DKK
Auszug: "Seit acht Tagen, die ich nun hier bin, keine Zeile geschrieben! Ich war zu erschöpft und aufgeregt von der langen Reise. Wenn ich mich niedersetzte und auf die weißen Blätter starrte, war mir's, als blickte ich in eine Camera obscura. Alle Bilder, die mir unterwegs entgegen geflogen waren, tauchten ganz deutlich und farbig wieder auf und jagten sich wie im Fiebertraume, bis mir die Augen…
Auszug: "Seit acht Tagen, die ich nun hier bin, keine Zeile geschrieben! Ich war zu erschöpft und aufgeregt von der langen Reise. Wenn ich mich niedersetzte und auf die weißen Blätter starrte, war mir's, als blickte ich in eine Camera obscura. Alle Bilder, die mir unterwegs entgegen geflogen waren, tauchten ganz deutlich und farbig wieder auf und jagten sich wie im Fiebertraume, bis mir die Augen übergingen. Unterwegs fühlte ich auch mehr als einmal, daß mir die Thränen nahe waren; aber ich war nicht allein, und von den fremden Herren, die mitfuhren, bemitleidet und ausgefragt zu werden, hatte ich wahrlich keine Lust. Hier ist's anders; ich bin einsam und frei; ich habe es schon erfahren, daß nur die Einsamen frei sein können. Warum schäme ich mich denn auch jetzt noch, zu weinen? Ist es denn nicht traurig genug, daß ich erst einen Blick in alle Schönheiten dieser Welt thun durfte, seit ich weiß, daß es ein Abschiedsblick ist? –"
E-bog 25,00 DKK
Forfattere Heyse, Paul (forfatter)
Udgivet 04.07.2023
Genrer FA
Sprog German
Format epub
Beskyttelse LCP
ISBN 9783988265494

Auszug: "Seit acht Tagen, die ich nun hier bin, keine Zeile geschrieben! Ich war zu erschöpft und aufgeregt von der langen Reise. Wenn ich mich niedersetzte und auf die weißen Blätter starrte, war mir's, als blickte ich in eine Camera obscura. Alle Bilder, die mir unterwegs entgegen geflogen waren, tauchten ganz deutlich und farbig wieder auf und jagten sich wie im Fiebertraume, bis mir die Augen übergingen. Unterwegs fühlte ich auch mehr als einmal, daß mir die Thränen nahe waren; aber ich war nicht allein, und von den fremden Herren, die mitfuhren, bemitleidet und ausgefragt zu werden, hatte ich wahrlich keine Lust. Hier ist's anders; ich bin einsam und frei; ich habe es schon erfahren, daß nur die Einsamen frei sein können. Warum schäme ich mich denn auch jetzt noch, zu weinen? Ist es denn nicht traurig genug, daß ich erst einen Blick in alle Schönheiten dieser Welt thun durfte, seit ich weiß, daß es ein Abschiedsblick ist? –"